Nach der Erschaffung schafft sich jeder Vampir eine von seinem inneren Konflikt geprägte Erfahrungswelt. Aus den Absonderlichkeiten des Lebens, denen jeder Mensch begegnet, entwickelt sich das Groteske des Unlebens. Nur die Mitglieder des Clans Malkavian begreifen dies zur Gänze. Dabei gehen sie weiter als jeder andere Kainit.

Jenseits von einengenden Prinzipien wie Moral, Logik und Dasein bauen sie ihre neue individuelle Wahrnehmungswelt auf. Schon zu Lebzeiten hatten sie eine andere Wahrnehmung der Realität. Sowohl Menschen als auch Kainiten tun dies schnell als Wahnsinn ab. Dennoch reagieren die Kainiten mit Nervosität und Angst darauf, dass die Mitglieder des Clans Malkav Einblicke in Zusammenhänge besitzen, von denen sie eigentlich nichts wissen dürften.

Alle Malkavianer haben das Verlangen, das menschliche und insbesondere das vampirische Wesen zu durchdringen und überwinden zu wollen. Es ist ihnen ein zwingendes Bedürfnis, sich mit dem Geist anderer Kainiten zu befassen und sie in neue Erkenntniswelten zu stoßen – oder in den Wahnsinn zu treiben, wie andere Kainiten es meist nennen.

Viele Kainiten werfen den Malkavianern vor, arrogant zu sein und sich wegen ihrer höheren Einsichten über die anderen Kainiten zu stellen. In ihrem Äußeren sind sie individuell, aber meist an die Gesellschaft angepasst.

Fähigkeiten des Clans Malkavian

Den Malkavianern ist die Fähigkeit gegeben, sich ungesehen von anderen unter ihnen zu bewegen. Auch ist ihnen die Fähigkeit gegeben, den Geist ihres Gegenübers zu lesen wie ein offenes Buch. Beides ermöglicht ihnen Einblicke in die persönlichsten Angelegenheiten anderer. Und nicht zuletzt können sie ihren Wahnsinn auch in anderen hervorrufen und sie so über ihre Grenzen stoßen.

Der traditionelle Name der Malkavianer ist „Clan des Mondes“.