Die Gier nach Blut bestimmt die Existenz Deines Charakters

Um sich Nacht für Nacht von seiner Schlafstätte erheben und überleben zu können, benötigt ein Vampir Blut. Der Hunger danach ist allgegenwärtig und kann niemals gestillt werden, so dass jeder Kainit von dieser Gier getrieben wird zu jagen – und früher oder später wieder zu töten. Denn kein einziger Kainit kann leben, ohne Tote zu hinterlassen.
 

Alles dreht sich um Blut

Dein Charakter ist ein toter Körper. Er überlebt einzig durch das Blut, das er anderen Wesen stiehlt. Schon allein jede Nacht bei Sonnenuntergang zu erwachen kostet ihn Blut. Wird er verletzt braucht er umso mehr davon, um sich zu heilen. Dein Charakter lebt ein geliehenes Leben und ist abhängig von Blutspendern. Ohne diese würde er binnen eines Monats mehr und mehr seiner Bestie und der Gier nach Blut verfallen und schließlich in Starre fallen. Kein Kainit macht dies freiwillig. Nur in den seltensten fällen legen sich manche alten Vampire so schlafen. Jüngeren fehlt schlicht die Willenskraft dazu, sich in Starre zu hungern.

Dieser Hunger eines Kainiten ist mehr als der Hunger, den wir Menschen verspüren. Er ist nicht nur das Bedürfnis Nahrung aufzunehmen. Dieser Hunger ist das existentielle, körperliche und geistige, Verlangen eines jeden Kainiten nach dem Einzigen, was seine Existenz bewahrt. Die Gier eines kaputten, untoten und pervertierten Wesens nach dem reinen Leben.

Den Hunger nachzugeben und zu trinken ist ein Rausch. Ihm kommt nichts gleich, was ein Mensch empfinden kann. Es ist nicht die Befriedigung, sich den Bauch mit der Lieblingsspeise vollschlagen zu können. Blut zu trinken und seine Lebenskraft in sich aufzunehmen ist das absolute Gefühl wieder zu leben. Dieser kurze Augenblick des Glücks übertrifft noch bei Weitem den Rausch von richtig gutem Sex. Blut ist Notwendigkeit und Droge zugleich.

Sehr passend thematisiert wird dieser Hunger auch in dem Stück „Unstillbare Gier“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“.
 

Je mächtiger, desto besser

Kein anderes Bedürfnis in einem Kainiten reicht an die verzweifelte Gier des Hungers und die befriedigte Lust des Trinkens heran. Je mächtiger das Blut ist, desto mehr steigert sich die Ektase des Trinkens in Unermessliche. Je besser die Generation eines Kainiten, desto „dicker“ ist sein Blut.

Aber selbst das Blut eines jungen Kainiten der 13 Generation ist alles andere als geschmacklose Plörre und noch immer um ein vielfaches „schmackhafter“ als menschliches Blut. Unübertroffen ist das Blut der Ahnen. Schon der Geschmack einiger weniger Tropfen kann Blutsbände und Süchte entstehen lassen.

Kainiten, die das Blut anderer Kainiten getrunken haben, werden immer das Verlangen haben, diesen Rausch erneut zu erleben. In der Gesellschaft finden sich immer wieder regelrechte „Bluthuren“ (beiderlei Geschlechts), die ihrem Laster offen fröhnen. Für das Spiel ist diese Sucht ein sehr spannender Aspekt: Auf der einen Seite steht die kaum zu bändigende Gier nach dem Blut anderer Kainiten. Auf der anderen Seite ist das ständige Risiko, sich unfreiwillig an jemanden zu binden.

Frisches Blut ist unschlagbar

Blut warm und frisch aus der Ader ist ungleich verlockender als kaltes und abgefülltes aus Flaschen. Auch Zusätze, um Blut länger haltbar zu machen, erhöhen den Genuss nicht unbedingt. Allerdings ist es nicht immer praktikabel, einen Menschen dabei zu haben um zwischendurch den Hunger zu stillen, weshalb abgefülltes Blut z.B. als gangbare Alternative auf Treffen ausgeschenkt wird. Nicht umsonst sind in einigen Kreisen die Getränke der Tremere begehrt, die ihre eigenen Mittel haben, es wie „frisch gezapft“ schmecken zu lassen – ob man nun trinken möchte, was die Tremere mit ihrer Blutmagie behandelt haben, muss jeder mit sich selbst ausmachen. 😉

Den besonderen Reiz von versetztem Blut von Opfern, die Drogen und/ oder Alkohol konsumiert hatten, haben wir in diesem Artikel schon einmal am Rande erwähnt. Versetztes Blut ist für Kaintien die einzige Möglichkeit, selbst in den „Genuss“ von Drogen zu kommen.
 
 

Im nächsten Teil der Minireihe geht es darum, wie ein Kainit an das kostbare Nass herankommt und weshalb kein Charakter es vermeiden kann, dabei immer wieder zu töten.

2 thoughts on “Dein Weg sei Blut, Teil 1 – Die unstillbare Gier

  1. Der beste Blogg bisher! Tolles, und meiner Meinung nach auch DAS alles ausmachende Thema bei diesem Spiel… 😉

    1. Freut mich, dass Dir der Artikel gefällt 🙂

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