Machiavelli am Mittwoch: PR ist alles

Kluge Männer machen sich immer einen Verdienst aus ihren Handlungen, auch wenn allein die Notwendigkeit sie dazu zwingt.

Niccolò Machiavelli

 

Machiavelli am Mittwoch

Dies ist der erste Teil einer Reihe, in der wir nach und nach die wunderbaren Zitate von Machiavelli beleuchten. Denn nicht umsonst wird sein Buch „Der Fürst“ auch als Ventrue Bibel bezeichnet: In Sachen Machtpolitik macht ihm niemand was vor. Wer also das Spiel um die Macht mitspielen will tut gut daran, sich ein wenig mit Machiavelli zu beschäftigen.
 

PR ist alles

Wer glaubt, dass schweigende Pflichterfüllung schon bemerkt werden wird und man so wie von selbst an Ansehen gewinnt, wird in der kainitischen Gesellschaft furchtbar auf die Nase fallen. Pflichterfüllung ist gewöhnlich. Wer nur die Aufgaben erfüllt, die eh anfallen und ihm aufgetragen werden, ist dementsprechend auch gewöhnlich. In der kainitischen Hierarchie steigt aber niemand auf, der bloß gewöhnlich ist. Dafür musst Du herausragen und etwas Besonderes sein.

Was aber, wenn es gerade absolut nichts Herausragendes gibt, das Du tun kannst, oder der Aufwand dafür unverantwortlich hoch wäre? Dann präsentiere das, was Du eh aus Notwendigkeit tun musst, als etwas Besonderes. Im Fürsten führt Machiavelli dieses Zitat weiter und nennt als Beispiel den römischen Senat. Dieser beschloss im Krieg, auch den Staatsschatz zur Finanzierung zu nutzen, statt wie bisher jeden selbst auf seinen Kosten sitzen zu lassen. Der Grund war simpel: Nur durch diese Finanzspritze konnten Kriege im großen Maßstab geführt werden, was im Interesse des Senats lag. Allerdings gelang es dem Senat, dies als Geschenk an das Volk zu verkaufen, das vor Freude ganz aus dem Häuschchen war, da es mit so einer Spende nicht gerechnet hatte.
 

Finde den richtigen Ton

Das heißt nun freilich nicht, dass Du ein bisschen angibst und alles andere sich von selbst ergibt.
An erster Stelle steht eine Tat, wie Machiavelli ganz deutlich sagt: „Handlungen“. Wer nichts tut hat auch nichts vorzuweisen, das man aufbauschen kann. Es ist nun einmal nicht beeindruckend, wenn ein Kainit versucht sein Nichtstun als „weises Vorausschauen und Planen“ zu verkaufen. Nichtstun bleibt Nichtstun.
An zweiter Stelle kommt der richtige Ton. Plumpes Angeben führt nur selten zum Erfolg. Hier wird Dir die Erfahrung zeigen, bei welchem Gegenüber Du Deine Taten auf welche Weise hervorheben solltest, um Dich in ein besseres Licht zu stellen.

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