Recht behalten in jeder Lebenslage

Kunstgriff 3: Verabsolutierung

Deute die relativ gemeinte Behauptung des Gegners in einer andere Hinsicht oder so, als sie absolut gemeint wäre. Dann widerlege ihre Aussage.

Wie funktioniert das?

Wenn Dein Gesprächspartner eine relative Behauptung aufstellt nutze diesen Kunstgriff, um dagegen vorzugehen. Deute seine These um oder argumentiere, als hätte er sie absolut gemeint. Dieser Kniff kann in meinen Augen am besten mit dem gleich folgenden Beispiel erklärt werden:
 

Beispiel von Schopenhauer

Schopenhauer führt ein Beispiel an, dass sich recht gut aufs Vampire Live übertragen lässt. So sagt der Gesprächsteilnehmer A, dass er Clan Brujah in Schutz nehmen und sehr loben will. Als das Gespräch später auf einen Gangrel kommt sagt A, dass dieser sehr viel Blödsinn von sich gegeben habe. Sein Gegner B argumentiert nun, dass die Brujah aber auch sehr viel Unsinn erzählen, A diese aber gerade erst gelobt hätte.
 

Verteidigung gegen diesen Trick

A rettet sich vor diesem Gegenargument indem er angibt, dass er die Brujah nicht als Theoretiker, sondern als Macher lobte. Bei dem Gangrel sei aber die Rede von den Dingen gewesen, die er verbal äußert.
 

‚Die Kunstgriffe 1 – 3

Die Kunstgriffe 1, 2 und 3 sind miteinander verwandt. In diesen drei ersten Kniffen geht es darum, dass eine Behauptung abgelehnt wird. Der Gegner versucht nämlich, den Fokus der Streitfrage von der eigentlichen These fortzulenken und in einen Bereich zu führen, wo er sie widerlegen kann. Wird diese Verschiebung übersehen, geschieht ein so genannter Argumentationsfehler: Derjenige, der gegen eine aufgestellte These argumentiert, tut dies mit an sich wahren Behauptungen. Diese stehen aber nicht wirklich im Widerspruch zur tatsächlichen These. Denn er hat zuvor den Fokus von der These, um die es geht, fortgelenkt zu einem ganz anderen Thema, das er widerlegen kann.

Laut Schopenhauer empfiehlt sich dieser Trick, um gegen diese ersten drei Kunstgriffe anzukommen: Das Leugnen, dass durch die Richtigkeit der Argumente des Gegners die eigenen Behauptungen falsch sein müssen.

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