Was macht eigentlich die Camarilla aus?

Die meisten Vampire Live Spieler werden sich über die Frage wundern, was eigentlich die Camarilla ist. Pen&Paper Spielern wird es nicht anders gehen. Schließlich ist sie bekannterweise eine der zwei großen Sekten, und meistens ist man halt Teil einer Runde, die Camarilla spielt.

Aber eingedenk der Frage, weshalb Dein Charakter eigentlich Teil dieser Organisation ist, wollen wir uns ein wenig näher damit befassen, was diese Gruppierung eigentlich ist.
 

Entstehung der Camarilla

Ich gehe nicht auf die von White Wolf erdachten Ursprünge ein, da wir uns in der Katharsis Chronik nicht zwangsläufig an alle White Wolf Vorlagen halten und zum anderen kein aktiver Charakter im Spiel weiß, wie genau es zur Gründung der Camarilla kam. Ausnahmen sind einige sehr wenige alte Ahnen, die damals vielleicht gerade geschaffen oder noch Ghul waren. Und selbst bei diesen weiß man nicht, ob sie die volle Wahrheit kennen – falls es so etwas wie eine volle Wahrheit gibt.

Für Deinen Charakter und die allermeisten heute existierenden Kainiten ist es zweitrangig, wie und wo die Camarilla entstanden ist. Egal, ob es der Plan einiger weniger Ahnen in ihrem ständigen Schachspiel um Macht war oder die Camarilla mehr oder weniger parallel an verschiedenen Orten entstand, weil vielerorts Kainiten überzeugt waren, eine solche Institution zu brauchen – heute existiert die Camarilla und hat Einfluss auf die Existenz Deines Charakters.
 

Was ist die Camarilla nicht?

Wer glaubt, dass diese Sekte nur eine strikte Hierarchie ist, in der die jüngeren sich benehmen müssen, übersieht eine ganze Menge. Sicherlich spielt die Etikette eine wichtige Rolle in der Gesellschaft der Camarilla, aber sie ist nicht das, was die Camarilla ausmacht.

Stell Dir die Camarilla für einen Moment wie die Sparkasse vor. Ja, wirklich. Wenn Dich jemand fragt, was die Sparkasse ist, wirst Du nicht antworten „Da muss man Anzüge tragen.“ Du wirst stattdessen etwas von Konten, Bausparverträgen und Sparbüchern erzählen. Sicherlich muss man einen Anzug tragen, wenn man in der Sparkasse arbeitet, aber die Anzüge machen die Sparkasse nicht aus.

Genauso ist es mit der Camarilla. Die Etikette ist wie die Anzüge in der Sparkasse. Sie gehört dazu, wenn man etwas werden und sich eine Position in Politik und Gesellschaft erarbeiten will, aber sie macht nicht die Camarilla als solches aus. Die Camarilla ist nämlich viel mehr.
 

Was ist die Camarilla?

Was ist also die Camarilla? Letztlich ein Zusammenschluss von Kainiten, die sich demselben Konzept verschrieben haben. Oder, wenn sie mit weniger Leidenschaft dabei sind, das Konzept Camarilla zwar nicht ideal, aber besser als die Alternativen finden und es deshalb stützen.

Die Camarilla ist ein hierarchisches Konstrukt, in dem die Alten über die Jungen herrschen und alle daran gebunden sind, die sechs Traditionen einzuhalten. So zumindest das Ideal, Verbrechen und Ausnahmen von der Regel gibt es natürlich trotzdem. Aber, und das ist gerade auch den älteren Kainiten bewusst, die manchmal die Regeln brechen: Die Camarilla darf nicht offen angegriffen und untergraben werden, weil sie dann wie ein Kartenhaus in sich zusammenbricht. Jeder Kainit, egal ob er eine Position in der Camarilla innehat oder nicht, würde auf einen Schlag alle Sicherheiten und Rahmen verlieren, welche die Camarilla ihm bietet. Ganz vorne weg die (relative) Gewissheit, nicht grundlos vernichtet zu werden – denn die hat er nur in der Camarilla.

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